KELLEREI

FAMILIENTRADITION

Bild der Gründer
Bild von Felizitas und Andreas

Im Jahre 1950 begann Franz-Josef Mathier mit der Kelterung seiner eigenen und zugekauften Trauben. Sein Bestreben war es, die Freunde des Walliser Weins mit sortentypischen und charaktervollen Weinen zu erfreuen. Dank dem wirtschaftlichen Aufschwung und dem zielstrebigen Einsatz der ganzen Familie wurde aus den bescheidenen Anfängen ein angesehener Wein- und Weinhandelsbetrieb.

Nach der Ausbildung in Wädenswil trat Sohn André Mathier-Gsponer als Ing. Oenologe 1967 in den Familienbetrieb ein. 1974 wurde der Betrieb in eine Familien AG umgewandelt und 1992 André übernahm die Leitung.

ERSTE FRAU MIT MEISTERDIPLOM

Der Familientradition treu, führt nun dessen Tochter Felizitas Mathier Benicchio, dipl. Winzerin, seit 2006 den Betrieb. Als erste Frau in der Schweiz bildete sie sich 1998 zur Weintechnologin mit eidg. Meisterdiplom aus und setzt mit ihrem Mann Andrea Benicchio, seines Zeichens Ingenieur HTL Gartenbau, auf naturnahen, umweltschonenden Anbau und verbindet gleichzeitig altes Wissen mit neuen Wegen.

Aktuelles Weinjahr.pdf

PIONIERARBEIT

Bild von Papa Mathier
Bild eines Cornalin Rebstocks

PIONIERE BEIM CORNALIN WIEDERANBAU

Kelterte Franz-Josef Mathier 1950 noch 1‘500 Liter so genannten Landroten (Cornalin), waren 1 Jahr später die letzten Rebberge dieser Traubensorte ausgemerzt. Erst als Sohn André in seiner Ausbildung am Technikum in Wädenswil aufgefordert wurde, nach alten Walliser Rebsorten zu forschen, fiel das Augenmerk wieder auf den Landroten. So begann André Mathier ab 1965 mit der genauen Beobachtung und Prüfung von 6 verbliebenen Cornalin-Rebstöcken – teils wildwachsend, teils als Pergeln an Häusern. Die besten 3 Rebstöcke wurden zur Veredelung weitergeleitet.

1972 konnte er als einer der ersten Weinbauern im Wallis den Cornalin Wiederanbau starten! Die Selektionsarbeit ging in Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt Wädenswil erfolgreich weiter und die Cornalin Rebbergfläche wuchs: von 400 m2 1982 auf heutige 5‘500 m2. Mit Stolz kann sich André Mathier rühmen, ein Pate des Landroten (Cornalin) zu sein, der inzwischen als typische Walliser Weinspezialität nicht mehr wegzudenken ist.

PIONIERE BEIM NATURNAHEN WEINANBAU

Nicht nur beim Cornalin Wiederanbau leistete die Familie Mathier Pionierarbeit, auch der naturnahe Weinanbau wurde bereits ab dem Jahr 1965 gelebt, als der heutige Bio-Trend noch in weiter Ferne war.

mehr... weniger...

1965

André Mathier startet mit der Begrünung der Reben.

1985

Installation der ersten Tropf-Bewässerungen.

1991

Beginn Intergrierte Produktion der Reben nach IP Schweiz Reglement.

1993

André Mathier ist Gründungsmitglied der IP Wallis (Vitival). Der Betrieb wird Mitglied.

2008

20% der Rebfläche ist in der Biodiversität Stufe II (auch Blumen-Stufe genannt).

2012

Partnerschaf Naturpark Pfin-Finges (s. Auszeichnungen)

2013

Vinatura Zertifizierung von Reben und Keller.
Mitarbeit im Projekt Vitisol (Begrünung der Rebberge), das nun im Wallis startet.

2013

Zertifizierung Naturnahes Firmenareal mit dem Qualitätslabel der Stiftung Natur & Wirtschaft (s. Auszeichnungen).

2014

Erste Versuche mit Behandlungen im System «ohne chemische-systemische-Mittel».
Unterstockbepflanzung mit Geranien, Thymian, Pilosella: Blühende Pflanzen, die die Reben nicht konkurrenzieren, anstelle von Herbizid.
Beteiligung als Testbetrieb beim Projekt EEE: Elektromaschinen für den Rebberg.

2015

Umstellung des ganzen Betriebes auf das System «ohne chemische-systemische-Mittel».
Erste Versuchsparzellen ohne Herbizideinsatz.
Mitarbeit Projekt Landschaftsqualität «Noble et Louable Contrée».

2016

Verzicht von Herbizideinsatz im ganzen Betrieb.
Mitarbeit Vernetzungsprojekt von Biodiversitätsförderfläche Crans-Montana und Venthône.

2017

40% der Rebflächen ist in Biodiversität Stufe II.
Mitarbeit Vernetzungsprojekt von Biodiversitätsförderfläche Sierre und Miège.
Mitarbeit Vernetzungsprojekt von Biodiversitätsförderfläche Varen-Salgesch-Leuk.

AUSZEICHNUNGEN

Der unermüdliche Einsatz mit und für die Natur Weinanbau zu betreiben, ist mit diversen Auszeichnungen belohnt worden.

PARTNERBETRIEB PFYN-FINGES

Im Frühling 2012 wird der Betrieb offziell zum Partnerbetrieb des Schweizer Naturparks Pfyn-Finges ernannt. Dazu müssen Eigenschaften wie Nachhaltigkeit, qualitativ hochstehendes Angebot und hohe Dienstleistungsqualität nachgewiesen sein. Die Weine SINGULARIS und CORNALIN, deren Trauben vollumfänglich im Parkgebiet wachsen, sind mit dem Label der Schweizer Naturpärke zertifiziert und dürfen offziell als Parkweine geführt werden. www.pfyn-finges.ch

QUALITÄTSLABEL DER STIFTUNG NATUR & WIRTSCHAFT

Als erster Weinanbaubetrieb der Schweiz kann FJ Mathier 2013 das Qualitätslabel der Stiftung Natur & Wirtschaft für die natur- nahe Gestaltung des Firmenareals in Empfang nehmen. Nicht nur die Rebberge, sondern über 90% des Betriebsareals sind begrünt und ökologisch ausgerichtet, z.B. durch Wildecken, Schwalbennestern, alten Obst- und Gemüsesorten und begrünten Parkplätzen. www.naturundwirtschaft.ch

LES ARTISANES DE LA VIGNE ET DU VIN

Im Jahr 2015 durfte sich Felizitas Mathier Benicchio über die ehrenvolle Aufnahme in die Vereinigung «Les Artisanes de la Vigne et du Vin» erfreuen. Die Vereinigung setzt sich aus Frauen zusammen, die einen eigenen Weinbetrieb führen und will den Erfah- rungs-Austausch fördern, Synergien nützen und ein Netzwerk von Weinfachfrauen aufbauen. www.artisanes-vigne-vin.ch